NEUERSCHEINUNGEN


Februar 2016



Fritz Bauer - Die Biographie (Neuauflage)

Die Fritz Bauer Biographie wurde parallel zur Erstellung der Website über den Juristen neu aufgelegt. Die Historikerin Irmtrud Wojak publizierte das Buch erstmals 2009 im Münchner C. H. Beck-Verlag, jetzt wird es um eine Webseite mit BLOG erweitert, die aktuelle Diskussionen aufgreift.

Im Vorwort zur Neuauflage schreibt die Autorin: "Nach 20 Jahren historischer Forschung auf den Spuren des Juristen entdecke ich noch immer neue Details und ist mir die Vergegenwärtigung von Bauers Leben mehr und mehr zur persönlichen Ermutigung geworden. Welche Kräfte Fritz Bauer aus seinem Schicksal als Verfolgter schöpfte, wurde mir erst nach und nach bewusst. Vor allem mit welcher Konsequenz er handelte und auch nicht vor persönlicher Benachteiligung zurückscheute, wenn er sich für die Verfolgten und Schwächsten in unserer Gesellschaft einsetzte. Eine umfassende Untersuchung von E. Rautenberg hat jüngst ergeben, dass weder Suizid noch ein politischer Mord als Todesursache von F. Bauer ausgeschlossen werden können."

Die BUXUS EDITION, in der das Buch erscheint, ist der Verlag der gemeinnützigen BUXUS STIFTUNG GmbH, die rund um das Leben und Werk Dr. Fritz M. Bauers und seine beiden zentralen Themen Widerstand und Menschenrechte eigene Forschungen, Veranstaltungen, Seminare und Workshops organisiert und durchführt.

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Dezember 2015



Sonderschwerpunkt Fritz Bauer

Im Dezember 2015 erschien der „Sonderschwerpunkt Fritz Bauer“ des Forschungsjournals Soziale Bewegungen mit neuen historischen und juristischen Rechercheergebnissen über das Werk des Juristen sowie aktuellen Filmkritiken (H. 4, Dezember 2005, Lucius & Lucius, Karlsruhe).

Erstmals wird hier Bauers Werk vorwiegend in den Kontext einer an den Menschenrechten orientierten Geschichtsschreibung und politischen Entwicklung gestellt, die von der Zivilgesellschaft getragen wird und Bauers soziales Rechtsverständnis zum Tragen bringt. Schwerpunktthema des Journals ist die Menschenrechtsbewegung in Deutschland, der Sonderschwerpunkt über Fritz Bauer wurde von PD Dr. Ansgar Klein und Prof. Dr. Thomas Leif herausgegeben.

Mit Beiträgen von: Herta Däubler-Gmelin, Udo Dittmann, Nicolai Freytag von Loringhoven, Stephan Jaeger, Silke Kettelhake, Werner Koep-Kerstin, Daniel Kothenschulte, Dietrich Kuhlbrodt, Ulrich Kriest, Heiko Maas, Christof Müller-Wirth, Kurt Nelhiebel, Ralf Oberndörfer, Erardo C. Rautenberg, Ralf Schenk, Claudia Schulmerich, Jürgen Serke, Thomas Walther, Constanze Weinberg, Stephan Weil, Norbert Wolf, Rebecca Wittmann, Irmtrud Wojak.

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Der halbierte Rechtsstaat

"Die Geschichte der westdeutschen Demokratie ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Sie ist auch die Geschichte eines halbierten Rechtsstaates. Die politische, ideologische und mentale Verwurzelung des nationalsozialistischen Regimes in der deutschen Gesellschaft war tiefgreifend und wirkte in der jungen Demokratie nach. Vor allem die Eingliederung des ehemaligen Personals des NS-Staates in die Institutionen der Bundesrepublik hatte Folgen. Die früheren Träger des Unrechtsstaates, nun eingegliedert in das neue System, erkannten nicht „automatisch“ auch die mit dem Grundgesetz festgeschriebenen Normen und Werte an. In der Justiz, den Medien, den Kirchen und der Politik beschädigte ihr Handeln so vielfach die junge Demokratie. In ihren Beiträgen analysieren die Autoren in kritischen Analysen die Nachgeschichte des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik."

Mit Beiträgen von: Sonja Begalke, Kathrin Braun, Susanne Benzler, Oliver Freise, Kerstin Freudiger-Utke, Claudia Fröhlich, Stephan Alexander Glienke, Jens Gundlach, Svea L. Herrmann, Ulrike Homann, Axel von der Ohe, Christian Ritz, Dirk Schmaler, Christopher R. Tenfelde, Klaus Wallbaum und Irmtrud Wojak. Mit einer Laudatio von Hans-Peter Schneider und einem Grußwort von Bernd Busemann.

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Juni 2015



Asche auf vereisten Wegen

Eine wichtige Neuauflage erschien in diesem Monat, Conrad Talers Berichte vom Auschwitz-Prozess, PapyRossa Verlags GmbH & Co. KG, Köln. Auf dem Klappentext heißt es zu dem Buch:

"Was Holocaust-Überlebende als Zeugen im 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) der Nachwelt überlieferten, hat Conrad Taler für eine jüdische Zeitung in Wien festgehalten. ... Die Berichte zum Verfahren gegen Mitschuldige am größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte werden in der Neuauflage ergänzt unter anderem durch einen Aufsatz über den Initiator des Verfahrens, den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, aus der Feder seiner Biografin Irmtrud Wojak." Ein Vorwort verfasste der aktuell dienstälteste Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg, Erardo C. Rautenberg. Er schreibt: "Kurt Nelhiebel hat die großen Verdienste Fritz Bauers bei der Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht und der Demokratisierung der bundesrepublikanischen Gesellschaft als einer der ersten erkannt und gewürdigt."

Conrad Taler (Kurt Nelhiebel), *1927, Journalist und ehemaliger Rundfunkredakteur, lebt in Bremen und ist als Autor für Printmedien im In- und Ausland tätig. Für sein publizistisches Lebenswerk wurde er 2014 mit dem Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon in Bremen ausgezeichnet.

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